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        <title>Arbeitsmarkt 2.0</title>
        <description>In diesem Blog gebe ich ein paar meiner Erfahrungen als arbeitsuchender Akademiker wieder. </description>
        <link>http://www.meinespd.net/weblogs/blog/1747</link>
        <lastBuildDate>Tue, 06 Jan 2009 03:12:32 +0100</lastBuildDate>
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            <title>Foto: Michael Kleu</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/blog/1747</link>
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        <item>
            <title>Reizthema Hartz IV</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1949</link>
            <description>&lt;p&gt;Dieser Blog ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr Hartz IV die Gemüter erhitzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die einen sehen eine zum Himmel schreiende soziale Ungerechtigkeit, die anderen vermuten hinter jedem dritten ALGII-Empfänger einen Sozialschmarotzer, der viel zu viel Geld in den Hintern geblasen bekommt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wollte anregen, Missstände zu bekämpfen und die dadurch gewonnenen Ersparnisse auf die Masse der HartzIV-Empfänger zu verteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das brachte mir einige Beschimpfungen ein, weil viele halt nicht richtig lesen, sondern gleich rumpoltern, weil sie sich angegriffen fühlen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daraus lassen sich zunächst zwei Schlüsse ziehen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1. Beim HartzIV-Konzept liegt aus verschiedenen Perspektiven betrachtet noch einiges im Argen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;2. Diesbezüglich etwas ändern zu wollen, grenzt an politischen Selbstmord, weil man sofort in der Schusslinie steht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Folge wird wohl sein, dass sich daher überhaupt nichts ändern wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man darf gespannt sein und hoffen ...&lt;/p&gt;</description>
            <author>Michael Kleu</author>
            <pubDate>Fri, 03 Oct 2008 09:17:51 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Geisteswissenschaften</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1850</link>
            <description>&lt;p&gt;Zunächst möchte ich meine persönlichen Erfahrungen, die ich bereits in den älteren Beiträgen beschrieben habe, durch Erfahrungen aus meinem Bekanntenkreis erweitern. Es handelt sich immer um Magister.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fall A:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie ich einen Abschluss mit Auszeichnung mit dem Hauptfach Geschichte. Findet keine Stelle. Finanziert sich seine Promotion in Politik durch Lagerarbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fall B:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ebenfalls einen sehr guten Abschluss mit dem Hauptfach Geschichte. Hat sich ein Jahr lang immer mit unbezahlten Praktikas durchgeschlagen, bevor er das Handtuch geworfen hat und nun auf Lehramt umgesattelt hat. Wissenschaftlich ein großer Verlust!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fall C:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Guter Abschluss in Geschichte und Politik. Hat nebenbei immer sehr viel für eine Zeitung der deutschen Minderheit in Belgien geschrieben, die ihn im Anschluss an das Studium gleich als Redakteur eingestellt hat. Hat dann parallel promoviert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fall D:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Guter Abschluss. Hat gleich nach dem Studium einen guten Job bekommen, da er Mitglied in einem Sportverein ist, dessen Präsident ihn gebrauchen konnte. Durch diese erste Anstellung kann er viel Erfahrung nachweisen und bekommt leicht neue Stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fall E:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sehr guter Abschluss mit Auszeichnung in Geschichte. Parallel für eine lokale Zeitung geschrieben. Hat ein Volontariat beim Deutschen Rundfunkarchiv bekommen und ist übernommen worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlussfolgerung:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein sehr guter Abschluss mit Zusatzqualifikationen  wie Graecum, Rumänisch etc. zählt nichts, wenn man nicht parallel zum Studium viel gearbeitet hat und somit Erfahrung nachweisen kann. Da ich im Behindertenheim und im Call Center gejobbt habe, hilft mir das natürlich nicht weiter. Des weiteren scheint es ungemein wichtig, rechtzeitig ein gutes Netz von Beziehungen aufzubauen, um über Bekannte an eine gute Stelle zu bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wissenschaftliche Qualifikation ist also zweitrangig, wenn nicht unbedeutend. Es zählt, was man parallel gemacht hat respektive wen man kennt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weiß man dies einmal, kann man sich natürlich darauf einstellen. Schade allerdings für die Wissenschaft! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gesellschaft ist rein auf Nutzen ausgelegt (fast ausschließliche Förderung von Ingeneurs- und Naturwissenschaften).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wo kommen wir aber hin, ohne gut ausgebildete Geisteswissenschaftler?&lt;/p&gt;</description>
            <author>Michael Kleu</author>
            <pubDate>Tue, 09 Sep 2008 12:53:04 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Mein Kommentar zur Presseinformation # 67 der Bundesvorsitzenden der Jusos Franziska Drohsel</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1845</link>
            <description>&lt;p&gt;Zunächst einmal die &lt;a href=&quot;http://www.jusos.de/index.php?id=179&amp;amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1104&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=86&amp;amp;kategorie=jusos&amp;amp;cHash=9e25553823&quot;&gt;Pressemitteilung&lt;/a&gt; der Genossin Drohsel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das halte ich in Bezug auf das ALG II für sehr undurchdachtes Zeug.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Denn:&lt;br&gt;&lt;br&gt;Natürlich brauchen Familien mit Kindern wesentlich mehr Geld, besonders Alleinerziehende, Alte etc.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Aber:&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bevordas ALG II pauschal erhöht wird, muss zunächst zwingend umverteiltwerden. Es kann nicht sein, dass ein Hartz IV-Empfänger sich eineInternet- und Handyflatrate, ein World of Warcraft - Abo, eine privateKrankenversicherung in Höhe von 300 Euro pro Monat etc. leisten kann.Das hört sich jetzt wie ein radikaler Ausnahmefall aus der Bildzeitungan, sind aber meine Beobachtungen aus dem erweiterten Freundeskreis.Diese Personen Mitte bis Ende 20 erhalten sonderbarer Weise auch nie(noch kein einziges Mal in über einem Jahr) Jobangebote von der ARGE,man läßt sie einfach in Ruhe, obwohl doch gerade sie noch eineAusbildung absolvieren könnten und aufgrund ihres Alters enorm wichtigfür den Arbeitsmarkt sind.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Meine Schlussfolgerung:&lt;br&gt;&lt;br&gt;SingleALG-II Empfänger im besten Alter bekommen oft mehr als genug Geld undwerden nicht energisch genug in den Arbeitsmarkt gedrängt. Familien,Alte, Alleinerziehende etc. bekommen aber zu wenig. Es muss alsozunächst das vorhandene Geld umverlagert werden, damit die, denen esmit ALG I (zu) gut geht, weniger bekommen und die, die zu wenig habenmehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(Es gibt bestimmt auch Single Hartz IV Empfänger, die nicht auf meine Beschreibung passen. Diese sollen sich bitte nicht angesprochen fühlen!)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Erst wenn das geschehen ist, dann kann man sich die Zahlen noch einmal ansehen und überlegen, ob die, die Geld brauchen (Alte,Familien, Alleinerziehende etc.) vielleicht noch mehr benötigen. Die andere Gruppe braucht es definitiv nicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mehr Geld für alle zu fordern, ist mit Sicherheit gut gemeint, realpolitisch aber Mist.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Nebenbemerkung:&lt;br&gt;&lt;br&gt;Interessant ist diesbezüglich, dass Akademiker zu 1 Euro Jobs gezwungen werden,während die Studienabbrecher ohne Abschluss, auf die ich mich obenbeziehe, vollkommen in Ruhe gelassen werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Vom Arbeitsamt in Aachen wurden auch kürzlich Englischkurse für Arbeitslose angeboten, um diese in die neuen Werke einzugliedern, die in Alsdorf errichtet werden. Da wurden 2 Lehrerinnen gefeuert, weil sie richtig unterrichtet hatten. Die Arbeitslosen beschwerten sich nämlich darüber und die Sprachkursfirma hatte Angst, die lukrativen Aufträge des Arbeitsamtes zu verlieren, wenn sich zu viele Erwerbstätige beschweren. Nun unterrichten dort Fachfremde (also keine richtigen Englischlehrer),weil es nur um die Unterhaltung der Arbeitslosen geht. Die wenigen richtigen Lehrer, die noch da sind, müssen während des Unterrichtsschon mal auf die Toilette gehen, um heimlich zu weinen etc. Was passiert da bitte mit unseren Steuergeldern?&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bevor hier also nach mehr Geld geschrien wird, bitte erstmal das vorhandene sinnvoll verteilen, dann sieht vieles ganz anders aus, da bin ich mir sicher!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
            <author>Michael Kleu</author>
            <pubDate>Mon, 08 Sep 2008 10:16:20 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Vom Arbeitsamt und der ARGE</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1843</link>
            <description>&lt;p&gt;Zunächst mußte ich mich beim Arbeitsamt als arbeitssuchend melden. Anspruch auf ALG I hatte ich überhaupt nur, weil ich parallel zum Studium erst 50, dann 75 und schließlich 100% gearbeitet hatte, um mich und meine Frau finanzieren zu können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die gute Frau dort fragt mich also, was ich studiert hätte und ich antworte, dass Geschichte mein Hauptfach gewesen sei. Hmm, weiß sie nicht so recht was mit anzufangen und geht hilfslos ihre Liste mit den Berufsbezeichnungen durch, ohne fündig zu werden. Ich schlage Historiker vor, das stimmt sie aber nicht zufrieden. Stattdessen entscheidet sie sich mir misstrauend für Wirtschaftshistoriker,  was ich erst später in der  Beratung für Akademiker wieder ändern lassen konnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hier waren sämtliche Berater äußerst nett und kompetent, sie sagten mir aber auch ganz ehrlich von anfang an, dass sie mir mit Sicherheit nicht helfen könnten. Da hatten sie recht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei meiner Frau war es ähnlich. Akademikerin aus Rumänien, was soll man da machen? Nichts, außer uns zweimal Jobangebote für Russischsprachige zuzusenden. Woher soll eine Rumänin Russisch können, zumal wenn sie es nicht bei Fremdsprachen angegeben hat? Aber immerhin hat meine Frau im Gegensatz zu mir überhaupt Angebote bekommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstaunlich ist, dass uns das Arbeitsamt so vollkommen in Ruhe läßt. Wir haben beide einen akademischen Abschluss, stehen im besten Alter, aber die lassen uns einfach machen und zahlen Arbeitslosengeld.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Interessanter finde ich das noch bei unserem Mitbewohner. Studium nach zwei Jahren abgebrochen, arbeitet seitdem bei seinem Onkel auf dem Bau. Verdient da kaum, sodass der Rest, der zum Leben fehlt, durch Hartz IV ergänzt wird. Das geht jetzt schon über ein Jahr so und der hat nicht ein Angebot von der ARGE bekommen. Er bemüht sich auch nicht sonderlich darum, aber es kann doch nicht sein, dass einem Mann Mitte 20 einfach immer weiter Hartz IV gezahlt wird, anstatt ihm mal nachdrücklich eine Ausbildung oder ähnliches nahezulegen. Was soll das?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vogel wurde dann aber abgeschossen, als meine Frau, eine Englischlehrerin, von einer Sprachschule im Namen des Arbeitsamtes eingestellt wurde, um Arbeitslosen in der Region Englisch beizubringen, da eine amerikanische Firma hier zwei Werke errichtet. Meine Frau kniet sich da voll rein, um diesen Leuten was beizubringen und wird dann gemeinsam mit einer Kollegin gefeuert, weil sich die Arbeitslosen darüber beschwerten, dass wirklich unterichtet wird (!). Vielmehr ging es darum, wie wir dann erst später verstanden haben, die Leute bei Laune zu halten. Die Sprachschule reagiert nämlich äußerst empfindlich auf das Wohlbehagen der Arbeitslosen. Würden sich nämlich zu viele beschweren, würde das Arbeitsamt den lukrativen Job ja vielleicht in Zukunft einer anderen Firma anvertrauen. Der Staat investiert also Geld in die Fortbildung der Erwerbslosen, wenn diesen das zu anstrengend ist, wird aber einfach der Lehrer gefeuert. Wie verrückst ist das bitte? Was passiert da mit dem Geld?&lt;/p&gt;</description>
            <author>Michael Kleu</author>
            <pubDate>Sun, 07 Sep 2008 20:50:39 +0100</pubDate>
        </item>
        <item>
            <title>Wie alles anfing</title>
            <link>http://www.meinespd.net/weblogs/beitrag/1842</link>
            <description>&lt;p&gt;Ende August 2007 hatte ich mit 28 Jahren endlich mein Magisterstudium in den Fächern Geschichte, Politische Wissenschaften und Wirtschafts- und Sozialgeschichte abgeschlossen. Mit einem &quot;Sehr gut mit Auszeichnung&quot; und einer Gedenkmünze der RWTH für den guten Abschluss dachte ich, dass bzgl. der Jobsuche nicht fiel schiefgehen kann, zumal ich während des Studiums ein Auslandssemester in Griechenland und ein zweimonatiges Auslandspraktikum in Rumänien absolviert hatte. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tja, Denkfehler!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mich über Monate hinweg für verschiedene Stellen als Historiker im In- und Ausland beworben und habe es auf eine einzige Einladung zu einem Vorstellungsgespräch gebracht. Zwar wollte man mich hier - eine stark expandierende örtliche Großbuchhandlung - gleich als Volontär einstellen und versuchte ich mich zwei Wochen später noch einmal zu überzeugen, aber - das war es.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gegen die Stelle hatte ich mich entschieden, da ich auf ein Stipendium hoffte, was ich dem Personalmanager der Buchhandlung auch ehrlich gesagt habe, anstatt die Stelle einfach anzunehmen und die Firma dann ggf. kurzfristig sitzen zu lassen. Das war recht blöd von mir und ich wurde auch sehr von meinem Sachbearbeiter beim Arbeitsamt dafür gerügt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da für die meisten Volontariatsstellen Doktoren bevorzugt wurden - Doktoren als Volontäre! - kam der nette Mann vom Arbeitsamt auf die tolle Idee, ich solle einfach selbständig werden, um länger Geld vom Arbeitsamt bekommen zu können. Das habe ich aber wieder abgelehnt, ich will ja arbeiten. War wieder ne blöde Idee, denn jetzt habe ich das letzte Mal ALG I bekommen, aber immer noch keine Jobzusage. Immerhin habe ich noch ca. 10 Bewerbungen offen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin kann ich mir so die Zeit ein wenig mit dem Verfassen einer Doktorarbeit vertreiben. Würde trotzdem gerne arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</description>
            <author>Michael Kleu</author>
            <pubDate>Sun, 07 Sep 2008 20:25:33 +0100</pubDate>
        </item>
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