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Arbeitsmarkt 2.0

Foto: Michael Kleu
 
von Michael Kleu

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In diesem Blog gebe ich ein paar meiner Erfahrungen als arbeitsuchender Akademiker wieder.

Foto: Michael Kleu
von Michael Kleu | 07.09.2008 | 22:25 Uhr

Wie alles anfing

Ende August 2007 hatte ich mit 28 Jahren endlich mein Magisterstudium in den Fächern Geschichte, Politische Wissenschaften und Wirtschafts- und Sozialgeschichte abgeschlossen. Mit einem "Sehr gut mit Auszeichnung" und einer Gedenkmünze der RWTH für den guten Abschluss dachte ich, dass bzgl. der Jobsuche nicht fiel schiefgehen kann, zumal ich während des Studiums ein Auslandssemester in Griechenland und ein zweimonatiges Auslandspraktikum in Rumänien absolviert hatte.

Tja, Denkfehler!

Ich habe mich über Monate hinweg für verschiedene Stellen als Historiker im In- und Ausland beworben und habe es auf eine einzige Einladung zu einem Vorstellungsgespräch gebracht. Zwar wollte man mich hier - eine stark expandierende örtliche Großbuchhandlung - gleich als Volontär einstellen und versuchte ich mich zwei Wochen später noch einmal zu überzeugen, aber - das war es.

Gegen die Stelle hatte ich mich entschieden, da ich auf ein Stipendium hoffte, was ich dem Personalmanager der Buchhandlung auch ehrlich gesagt habe, anstatt die Stelle einfach anzunehmen und die Firma dann ggf. kurzfristig sitzen zu lassen. Das war recht blöd von mir und ich wurde auch sehr von meinem Sachbearbeiter beim Arbeitsamt dafür gerügt.

Da für die meisten Volontariatsstellen Doktoren bevorzugt wurden - Doktoren als Volontäre! - kam der nette Mann vom Arbeitsamt auf die tolle Idee, ich solle einfach selbständig werden, um länger Geld vom Arbeitsamt bekommen zu können. Das habe ich aber wieder abgelehnt, ich will ja arbeiten. War wieder ne blöde Idee, denn jetzt habe ich das letzte Mal ALG I bekommen, aber immer noch keine Jobzusage. Immerhin habe ich noch ca. 10 Bewerbungen offen.

Immerhin kann ich mir so die Zeit ein wenig mit dem Verfassen einer Doktorarbeit vertreiben. Würde trotzdem gerne arbeiten.

 

 

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